Forschung

Die kurdische Gemeinschaft mit all ihrer gruppeninternen Vielfalt und Unterschiedlichkeit bildet insbesondere in Berlin und in Deutschland eine der größten gesellschaftlichen Gruppen. In Ermangelung verlässlicher Daten variieren die Schätzungen zur Gesamtbevölkerung, die niedrigste Schätzung geht jedoch bis zu 100.000 in Berlin und 800.000 in Deutschland. Die ersten kurdischen Gruppen, die nach Deutschland einwanderten, stammen aus den 1960er Jahren, und seitdem ist die Bevölkerung aufgrund einer Reihe von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Härten, denen die Gemeinschaft auf ihrem Festland, das sich von der Ost- und Südosttürkei bis zum westlichen Iran, vom Nordirak bis zum nordwestlichen Syrien erstreckt, rapide gewachsen. Die Mitglieder der Gemeinschaft werden nicht offiziell mit ihrer ethnischen Identität anerkannt, sondern mit den Pässen, die sie aus den oben genannten Ländern erhalten, identifiziert. Wie auch in anderen deutschen und europäischen Städten sind ihre Erfahrungen in Berlin (wie auch in anderen deutschen und europäischen Städten) in allen Aspekten des Alltagslebens, der Interaktion mit den anderen sozialen Gruppen, der schulischen Erfahrungen ihrer Kinder, des Erwerbsstatus, der politischen Partizipation, des Sprachgebrauchs und der Einstellungen usw. sehr kompliziert. Allerdings gibt es kaum wissenschaftliche Forschung oder umfassende Umfragen für die Politikgestaltung zur soziologischen und sprachlichen Situation der kurdischen Gemeinschaft in Berlin. Folglich sind die Probleme, mit denen die Mitglieder der kurdischen Gemeinschaft in Bezug auf den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, soziokulturellen Aktivitäten, politischer Partizipation, demokratischer Organisation und Integrationspolitik konfrontiert sind, nicht ausreichend bekannt. Die Yekmal Akademie hat sich zum Ziel gesetzt, auf dieser Grundlage wissenschaftliche Studien und Forschungen, unter anderem in Zusammenarbeit mit Universitäten und wissenschaftlichen Instituten, zu verschiedenen Aspekten der kurdischen Gemeinschaft und ihrer Sprache(n) in Berlin, Deutschland und im Ausland durchzuführen.