Yekmal

Zur Vereinshistorie 

Yekmal e. V. wurde 1993 von kurdischen Eltern, Lehrer*innen und Pädagog*innen als gemeinnütziger Verein mit dem Ziel der Förderung von Partizipation und Bildung vorrangig von Familien mit Migrationsgeschichte und kurdischer Herkunft gegründet. Seit 1993 ist Yekmal e. V. Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und anerkannter Träger der Berliner Jugendhilfe.

Yekmal e. V. setzte sich seit Beginn ein für die Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Familien, die Zusammenarbeit von Eltern mit Bildungsinstitutionen wie Kitas, Schulen und für mehrsprachige Bildung ein. So sind und waren Elternbildung und die Unterstützung von Familien und Einzelpersonen wichtige Aspekte für die Arbeit des Vereines. Deutliche Schwerpunkte setzte und setzt Yekmal auf die Förderung der kurdischen Sprache und Kultur sowie auf die mehrsprachige Sprachentwicklung in Kurdisch und Deutsch.  

Unser Selbstverständnis

YEKMAL e.V. versteht sich als Migrantenselbstorganisation und als politisch unabhängige und konfessionell ungebundene, den Menschenrechten und dem Prinzip der Gleichberechtigung verpflichtete Nichtregierungsorganisation (NRO), die gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus eintritt.

Als kurdischer Verein und Träger Sozialer Arbeit sehen wir uns insbesondere Menschen mit kurdischen Wurzeln verpflichtet,  für die Yekmal eine wichtige Anlaufstelle ist und die bei uns Hilfe und Unterstützung finden.

Wir arbeiten für eine offene, vielfältige, pluralistische und inklusive Gesellschaft im Einklang mit dem Grundgesetz. Deshalb leisten wir mit Engagement und Professionalität unseren Beitrag dazu, dass Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte sowie deren Familien ein selbstbestimmtes, gleichberechtigtes und freies Leben in Deutschland führen können. Dazu gehört die gesellschaftliche Einflussnahme durch Lobby- und Netzwerkarbeit genauso wie die tägliche pragmatisch ausgerichtete Soziale Arbeit. Integration bzw. Inklusion basiert für uns auf Partizipation in allen Bereichen der Gesellschaft sowie einem kontinuierlichen gegenseitigen Prozess des Austauschs unter Beachtung der kulturellen Diversität. 

Als kurdischer Verein und Träger sozialer Arbeit sehen wir es außerdem als besondere Aufgabe an, unsere Arbeit im o. g. Sinne parteilich für Menschen mit kurdischen Wurzeln umzusetzen. Hierzu gehört auch die Einflussnahme auf Politik und Verwaltung für eine positive und respektvolle Einbindung der kurdischen Community in demokratische Prozesse gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Vor diesem Hintergrund arbeiten wir als Verein aktuell in unseren Einrichtungen zu den Handlungsfeldern Eltern- und Familienbildung, Beratung, Qualifizierung, Bilinguale frühkindliche Bildung, Sprachförderung, Ambulante Hilfen zur Erziehung, Ehrenamtliches Engagement sowie auf dem Gebiet der Linguistischen Wissenschaft und Forschung.
Yekmal setzt ein vielfältiges soziales und pädagogisches Angebot mehrsprachig in Deutsch, Kurdisch-Kurmanci, Kurdisch-Sorani, Kurdisch Zazaki, Arabisch, Türkisch und Englisch um.

Fachliche Orientierungen und Arbeitsgrundsätze

Mehrsprachigkeit und Kultursensibilität

  • reduziert bestehende Zugangsbarrieren und ist die Basis für eine gelingende Kommunikation
  • schafft Vertrauen, Sicherheit und fördert Chancengleichheit im Sinne von Inklusion
  • unterstützt die erfolgreiche Zusammenarbeit in heterogenen Kontexten

Emanzipatorische Soziale Arbeit und Handeln auf gleicher Augenhöhe 

  • versteht Eltern, Kinder und Jugendliche und Einzelpersonen als Expert*innen ihrer eigenen Lebenssituation
  • setzt soziale  und pädagogische Arbeit als gleichberechtigten Prozess mit allen Beteiligten um
  • gibt Impulse für Emanzipation und selbstwirksames Handeln

Ressourcen- und Lebensweltorientierung

  • bietet barrierefreie und niedrigschwellige Zugänge
  • passt Methoden und Arbeitsweisen Sozialer Arbeit dem Bedarf und den Bedürfnissen von Besucher*innen und Klient*innen an
  • setzt bei Fähigkeiten und Stärken sowie Interessen von Besucher*innen und Klient*innen an

Gewaltfreie Erziehung, Bildung und Kommunikation

  • nimmt Kinder, Jugendliche und Erwachsende mit ihren Anliegen ernst
  • wertschätzt andere Perspektiven und Handlungsweisen
  • löst Konflikte durch Empathie und Respekt

Gleichberechtigung von Menschen aller  Geschlechter und sexueller Orientierungen

  • versteht Frauen und Männer als gleichberechtigt in allen Bereichen des privaten und gesellschaftlichen Lebens
  • unterstützt von Diskriminierung und Gewalt betroffene Menschen aller Geschlechter und sexueller Orientierungen
  • ist sensibel in Bezug auf Genderaspekte und damit zusammenhängender Marginalisierungen